Texte

Im Reso­nanz­raum der Sig­ni­fi­kan­ten

Wie sie doch dem neugierig sich herein tastenden Publikum entgegenstehen! So, als hätten sie hier fix Platz genommen; fest gewachsen und monströs. In sich ruhende Wesen; grotesk, janusköpfig und bipolar. Eine neue Variation der Moai Statuen der Osterinsel. Hier, in dieser geometrisch klaren Dichtbetonhalle wirken sie geradezu organisch, wenn auch versteinert. Stellenweise haften ihnen Spuren…

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Aus der inneren Mitte heraus: Meina Schellander

In einer Auseinandersetzung und Verschränkung des „Innen und Außen“ sowie in einer kritischen Reflexion ihrer Umwelt und ihrer eigenen Lebenssituation entwickelt Meina Schellander seit den 1970er-Jahren ihre unverwechselbare Bildsprache. Als Perfektionistin und Ausnahmegestalt bezeichnete Thomas Zaunschirm die Künstlerin im Vorwort der 1998 im Ritter Verlag erschienen Werkmonografie. Sie selbst nennt sich seit ihrem Diplom an…

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Hyperconnected museums: new approaches, new publics

Unser Statement zum Motto der ICOM zum internationalen Museumstag 2018 Netzwerk klingt gut – ist aber zunächst nur ein hippes Wort.Und mit dem Hyperspace ist es wie mit sämtlichen anderen Medien des Informationstransfers: Besonders im Kontext Kunstsammlung und -vermittlung sind sie alle konservativ nutzbar, den Status quo bewahrend und verfestigend, oder kreativ und innovativ.Konservativismus ist…

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Strategische Komplemente V – Jakob Lena Knebl | Werner Würtinger

I. Die Reihe „Strategische Komplemente“ ist symptomatisch für den aktuellen Zustand des Kunstgeschehens. Ihr Konzept, in einer Ausstellung jeweils zwei Künstler*innen zusammenzuführen, von denen man zunächst sagen würde, dass sie nichts miteinander gemeinsam haben, entspricht einer gegenwärtig durch Pluralismus und Individualismus geprägten Situation, in der man weder lokal noch global und sogar immer seltener innerhalb…

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Jakob Lena Knebl | Werner Würtinger: Strategische Komplemente V

Ist Kunst körperlich oder eine Manifestation mathematischer Formelspiele, ekstatisch entrückt oder intellektuell kontrolliert, geil oder asketisch? In jedem Fall weder noch und alles zugleich – und Kunstliebhaber mit elastischen Rezeptionslimits, die dieser Behauptung mehr unterstellen können als eine müde Replik dadaistischer Verwirrungstaktik, sollten mit der kommenden Ausstellung im TANK 203.3040.AT – GrafZyxFoundation in jeder Beziehung…

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Birgit Zinner | Michael Kos

Der Raum und das Projekt TANK 203.3040.AT gehen auf die beeindruckende Privatinitiative zweier Begeisterter – selbst multimedial Kunstschaffender – zurück, die ihr unverwechselbares Ateliergebäude mehrmals im Jahr für „Kunst von außen” öffnen. Die seit 2015 zum vierten Mal stattfindenden Strategischen Komplemente, diesmal mit Birgit Zinner und Michael Kos, sind eine solche Öffnung nach außen –…

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Museums and contested histories – Saying the unspeakable in museums

Spurensuche. Mut zur Verantwortung! Statement zur Beteiligung der GrafZyxFoundation am 40. internationalen Museumstag 2017 (ICOM) Liest man die Theorie zum Motto nach – insbesondere in der deutschsprachigen Ausformulierung –, erkennt man, dass sich unreflektiert in erster Linie historische Museen risikofrei betroffen fühlen können. Für Kunstinstitutionen bedarf es schon einer vorsichtigen Umformulierung der Definition des Begriffs…

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Museumsfrühling NÖ

20. und 21. Mai 2017 15 bis 20 Uhr Der TANK 203.3040.AT – GrafZyxFoundation nimmt im Rahmen des Museumsfrühlings Niederösterreich am 40. Internationalen Museumstag teil, der heuer unter dem Motto Museums and contested histories – Saying the unspeakable in museums steht. Der deutschsprachigen Version dieses Mottos – Spurensuche. Mut zur Verantwortung! – entsprechen wir nach…

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Johann Jascha | Eric Kressnig: Strategische Komplemente III

Folge 3 der Reihe Strategische Komplemente: Johann Jascha [Zeichnungen, Fotografie, Video]: Einer der ganz frühen und konsequentesten Ignoranten engstirniger Dogmen und Grenzziehungen in der bildenden Kunst. Für manche mag er in den 1960er-Jahren ein anarchischer Rebell gewesen sein – jedenfalls hat er bis heute seine extreme künstlerische Eigenständigkeit durchgezogen und perfektioniert und ist der unverwechselbare…

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Johann Jascha | Eric Kressnig

In Anbetracht des seit einiger Zeit inflationären Gebrauchs des Wortes „kuratieren“, das entgegen seiner ursprüngliche Bedeutung (lateinisch curare: sorgen für, sich kümmern um) heute im Kunstbereich oft nichts anderes bedeutet als die Macht der Entscheidung zu haben und als „Geschmacksverstärker“ zu wirken, ist der experimentelle, „anti-kuratorische“ Ansatz, den Graf+Zyx mit ihrer Ausstellungsreihe „Strategische Komplemente“ verfolgen,…

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Karin Pliem | Boris Kopeinig: Strategische Komplemente II

Die Welt der Galerien und Museen und die Parallelwelt der Festivals, Techno-Klubs und Websites treffen im Juni im TANK 203.3040.AT aufeinander – und gehen konzeptgemäß recht vertraut miteinander um. In der zweiten Ausgabe der Reihe Strategische Komplemente präsentiert die Doppelschau KARIN PLIEM | BORIS KOPEINIG wieder zwei Künstler_innen, die man kaum selbstverständlich in einem Atemzug…

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Museen und Kulturlandschaften

Text zum internationalen Museumstag der ICOM 2016 Landschaft an sich ist für alle, die mit ihr beobachtend in Berührung kommen, gleichermaßen erfahrbar. Für Kulturlandschaften gilt das schon lange nicht mehr:Universelle „Kultur- und Geistesmenschen“ im Sinn Thomas Bernhards sind rar geworden in einer Zeit zunehmenden Spezialistentums. Auch im Kulturozean haben sich – anstelle eines allumfassenden Kulturbewusstseins…

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Strategische Komplemente 2016 refreshed

Das Pilotprojekt der Reihe Strategische Komplemente 2015 hat es bestätigt: Es macht Sinn, sich im Kunstbetrieb konsequent von schlichten, aus dem gängigen Marketingbereich angelernten Rankingsystemen, Kategorisierungsmechanismen und Ordnungskriterien zu verabschieden. Sie funktionieren bestens als naive Vermarktungsstrategien für anspruchslose Verbrauchsgüter, stehen aber im Verdacht, bereits bei der Analyse, Bewertung und Steuerung wissenschaftlichen Informationstransfers trotz aufwendiger, umfassender…

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Gunter Damisch | Graf+Zyx

Eine Ausstellungskonstellation Graf+Zyx | Gunter Damisch drängt sich im Jahr 2015 nicht gerade auf. Ist das Gemeinsame der Künstler_innen mehr als die Kunst selbst – im Sinne eines stillen Einverständnisses „Kunst ist Kunst und alles Andere ist alles Andere“ (Ad Reinhard) oder eines pragmatischen Verständnisses von „Kunst ist, was im Kunstbetrieb der Fall ist“? Es…

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Gunter Damisch | Graf+Zyx: Strategische Komplemente I

Der GRAF+ZYX TANK 203.3040.AT zeigt vom 13. bis 28. Juni 2015 die Doppelschau ‚Gunter Damisch | Graf+Zyx: Strategische Komplemente I‘. Was viele Künstler_innen als die produzierenden Akteure des Kunstbetriebs längst geschafft haben und transdisziplinär-locker die Einengung durch traditionelle Kunstgattungen losgeworden sind, bringen die vermarktenden und vermittelnden Mitspieler bislang auf kuratorischer Ebene noch immer nicht fertig:…

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Was uns Kunst wert ist

Im Februar 2015 wurde in London das Gemälde „Abstraktes Bild“ von Gerhard Richter (Entstehungsjahr 1986) um 41 Millionen Euro versteigert – ein bis dahin unerreichter Höchstpreisfür zeitgenössische Kunst. Zeitgleich ging Paul Gauguins 1892 entstandener Südseetraum „Nafeafaaipoipo“ als teuerstes überhaupt je verkauftes Stück Malereium 260 Millionen von Basel nach Katar. Und sogar im kleinen Österreich haben…

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Im Raumschiff der Imagination

Aus der Rede zur Eröffnung der Ausstellung von Renate Kordon Graf+Zyx Tank, Neulengbach 13. Juni 2015 Diese Ausstellung von Renate Kordon läuft unter dem Motto: Walking on My Spaceship. Drei Film-Settings unterschiedlicher Dimension und zwei objekthafte Interventionen möblieren die Halle in einer fein ausbalancierten Choreografie. Das Motto stammt von dem Lineament dunkler Stahlstäbe, die hier…

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Strategische Komplemente

Eine gute Ausstellung kuratiert sich selbst. Konzept zur Ausstellungsserie ab 2015 Was viele Künstler_innen als die produzierenden Akteure des Kunstbetriebs längst geschafft haben und transdisziplinär-locker die Einengung durch traditionelle Kunstgattungen losgeworden sind, findet auf der vermarktenden und vermittelnden Ebene bislang zu wenig Entsprechung: Noch immer sind da künstlich etablierte, oft konkurrierende Gettos, innerhalb derer Künstler_innen…

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2015 Code versus Autonomie – Konzept und Disorder reloaded

Eigentlich war es vorhersehbar: Die dem Jahr 2014 zur Seite gestellte, ursprünglich spontane und fast freie Assoziationskette Code versus Autonomie – Konzept und Disorder hat es in sich, verträgt es leicht und verdient es aufgrund ihrer Komplexität und – weitergedacht – kunstpolitisch potenziell fatalen Konsequenzen auch, den Projekten im Tank noch länger als begleitendes thematisches…

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Hans Scheirl: Dropping 2.5 % to $ 116.61 Reproduction: Personale

Schillernd zu sein, unterstellt man seit je allzu schnell Künstlern aller Generationen – gerade bei Hans Scheirl – ‚Trans-…(-media, -genre, -gender) Künstler_in‘ – kann man es ohne Skrupel tun; er gehört schon zu den schillerndsten Persönlichkeiten, die aus der österreichischen in die internationale Kunstszene vorgedrungen sind. Von Anfang an – lange bevor diese Labels so…

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NEVER EVER EXCHANGE THIS: DIE »GUNAFA TWINS«

Katalogtext zur Personale STATION ROSE | N.E.X.T. Never Ever Xchange This Der Charakter heutiger Avantgarde ist tendenziell prozesshaft und situativ, ambulant und temporär, kontextbezogen und konnotativ, retrospektiv und zugleich prospektiv, also retrovisionär, und nicht zuletzt grenzüberschreitend. Mit Grenzüberschreitung ist gemeint, dass die Funktion der Kunst sich in Richtung Gestaltung des Lebens verlagert.1 Paolo Bianchi Was…

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Code versus Autonomie – Konzept und Disorder

Auf der einen Seite kennen wir eine von Konzepten und Theorien ausgelöste und geprägte Kunst – meist eine Kunst der verschlüsselten Botschaften und Kampagnen, die sich dem jeweils den Entscheidungsträgern mehrheitlich gemeinsamen, unausgesprochenen aber dennoch überraschend klar zu beschreibenden Definitionscode dessen, wie Kunst (oder auch gleich die ganze Welt) gerade zu sein hat, wie einem…

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Strategische Allianzen

Lieber agitatorisch als altruistisch: Nicht objektiv-didaktisches Sendungsbewusstsein oder mildtätiges Engagement ist Motivator für alle Kunstvermittlungsprojekte des TANKs und der GrafZyxFoundation, sondern unverblümtes Lobbying für die uns seit je fesselndste Sache – die trans- und multimediale Projektkunst – und der Ausgleich hartnäckiger Schieflagen in ihrer Rezension und damit Rezeption. 2014 bilden wir zu diesem Zweck »Strategische…

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Erstes Papier zu 2014

Lieber agitatorisch als altruistisch: Nicht objektiv-didaktisches Sendungsbewusstsein oder mildtätiges Engagement ist Motivator für alle Kunstvermittlungsprojekte des TANKs und des :[KV-N], sondern unverblümtes Lobbying für die uns seit je fesselndste Sache – die trans- und multimediale Projektkunst – und der Ausgleich hartnäckiger Schieflagen in ihrer Rezension und damit Rezeption. 2014 bilden wir zu diesem Zweck »Strategische…

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Franz Graf

Katalogtext zur Personale FRANZ GRAF | ZU DEN DREI FÖHREN 2013 »Why painting now?« hiess das Motto im Jahr 2013 bei »Curated by«, der Leistungsschau der Wiener Galerien. Wenn man die Arbeiten von Franz Graf betrachtet, gewinnt man den Eindruck, dass der Künstler sich eine ähnliche Frage stellt: »Why drawing now?« Die Zeichnung ist die…

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Franz Graf: Zu den drei Föhren

Franz Graf zählt zu den beeindruckendsten Zeichnern Europas. Den künstlerischen Mittelpunkt in Franz Grafs Werk bildete von Beginn an die Zeichnung. Aus der Kombination figurativer Zeichnung und geometrischer bzw. ornamentaler Formen und der Verwendung von Sprache als poetische Dimension – in eigenwilliger Wort- und Schriftgestaltung – generiert sich seine persönliche, strenge Zeichensprache. Durch die geschickte…

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a woman’s choice

Katalogtext zur Performance Marianne Maderna | */HANDYHEADS: Fatzkes/*_ preface Historians often want to categorize an artist’s body of work in comparative terms with broader art movements and other artists. They seem to think that such an approach is a vehicle to validate an artist’s work. Frankly, I find such an approach boring. Yes, in Marianne…

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Aus Liebe zur Sache

Katalogtext zu Al Bird Sputnik | TRASH ROCK ARCHIVES present: „Making Austropop a Threat again!“ 2013 Der spezifische Trick des mathematisch geschulten Numerologen in einer Kurzgeschichte von Isaac Asimov besteht darin, Zukunftsszenarien per Computer zu simulieren und dabei einzig den Namen seiner Klienten als Variable zu setzen. Dies sei am praktikabelsten (»My machine is still…

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Man könnte …

Katalogtext zur Ausstellung David Eisl · Maria Luz Olivares Capelle · David Roth | New Order 2013 Man könnte über eine Ausstellung von zwei Künstlern und einer Künstlerin schreiben, über die Arbeiten von David Eisl, David Roth und Maria Luz Olivares Capelle. Man könnte auch über zwei andere Künstler schreiben, über Graf+Zyx, die ihren jungen…

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Das Eine ergibt das Andere – Rückblick als Ausblick

Zum »Tank 203.3040.AT-Projekt« von GRAF+ZYX Am 20. April 2013 eröffnete das Künstlerpaar GRAF+ZYX in Neulengbach bei Wien, ihrem definitiven Wohnort seit 2011, wo sie sich seit 2000 ein neues Domizil aufbauten, den Atelier- und Kunstraum »TANK 203.3040.AT«. Die Zahl 203 figuriert die Hausnummer, die Zahl 3040 die Postleitzahl von Neulengbach. Der Terminus »Tank« skizziert das…

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StilbruchAG : Phantasie X Nutzen

Jana Wisniewski | Josef Wais | GRAF+ZYX Vernissage: Samstag, 20. April 2013, 18 Uhr Eröffnung: Mag. Carl Aigner [Direktor des Landesmuseums Niederösterreich] Ausstellung: 21. April bis 12. Mai 2013 Die StilbruchAG beschäftigte sich zu Beginn ihrer Tätigkeit programmatisch vorrangig mit der realen Positionierung des österreichischen Künstlermöbels in die normale Wirklichkeit der produzierenden Möbelindustrie. Als Medium…

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Joint Projects

Theoretisch-definitorische Annäherungsversuche an die Medienkunst sind Legion, dennoch ist dieses ‚was auch immer es ist‘ unterrepräsentiert und für viel zu viele Rezipienten erschreckendes Neuland. Der „:[KV-N] von 2007“:http://kv-n.org arbeitet seit seiner Gründung an der Verschiebung des nicht mehr zeitgemäßen Verhältnisses zwischen modernen und traditionellen Kunstformen (_Medienkunst, die zeitgenössischste aller Künste, ist der Ferrari unter den…

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About 203.3040.AT

Die Gestaltung ganzer Räume oder einen Raum in Struktur und Ästhetik extrem prägender, meist elektrodynamischer Konstruktionen und Elemente gehört seit je zu unseren liebsten, aber auch konzeptionell, technisch und budgetär anspruchsvollsten Arbeitsbereichen. Mit Areal und Gebäude 203.3040.AT haben wir uns ein Habitat geschaffen, das unsere Ansprüche an einen Arbeits- und Präsentationsraum nahezu perfekt erfüllt. Die…

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